27. Aug 2008 15:20
Dass sich Familie und Beruf für Mütter nicht ohne Nachteile miteinander verbinden lassen, zeigen neue Zahlen vom Statitischen Bundesamt. Im EU-Vergleich steht Deutschland damit gar nicht gut da.
Mit steigendem Alter der Beschäftigten nimmt der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern zu. Während er in der Altersgruppe 25 bis 29 Jahre vor zwei Jahren durchschnittlich 10 Prozent betrug, lag er bei den 30- bis 34-Jährigen bereits bei 15 Prozent. Ein Grund seien Unterbrechungen in der Berufstätigkeit bedingt durch Schwangerschaften, teilte das Bundesamt mit. Der Anstieg des Verdienstabstandes setzte sich bei den 35- bis 39-Jährigen mit 22 Prozent weiter fort, bei den 60-Jährigen und Älteren war er mit 31 Prozent am größten.Im früheren Bundesgebiet war der Verdienstunterschied 2006 zwischen Frauen und Männern mit 25 Prozent deutlich höher als in den neuen Ländern mit 6 Prozent. Eine Ursache sind den Angaben zufolge deutlich höhere Verdienste der Männer in den alten im Vergleich zu den neuen Ländern.