Besonders schlecht beurteilen die Beschäftigten in Bauberufen ihre Arbeit (4 Prozent gut, 41 Prozent schlecht). Auch Bäcker, Fleischer und Köche sind überdurchschnittlich unzufrieden (10 Prozent gut, 48 Prozent schlecht). In den Verkehrsberufen sprechen nur sechs Prozent von guten, aber 49 Prozent von schlechten Bedingungen. Der Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Franz-Josef Möllenberg, wertete die Ergebnisse als «klare Botschaft an alle Arbeitgeber, für die Niedriglöhne und Leiharbeit Teil der Strategie sind». Das motiviere die Gewerkschaften, an der Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn festzuhalten.
Der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Ulrich Thöne, kritisierte die Landesregierungen, die Berufseinsteigern zunehmend nur Fristverträge anböten. «Damit schaffen sie einen Arbeitsmarkt, der sich prekären Beschäftigungsbedingungen annähert», sagte Thöne. (AP)