Pensionierte Beamte leben durchschnittlich zwei Jahre länger als Rentner. 65-jährige Rentner leben im Durchschnitt weitere 15,8 Jahre - Wohlhabende im Schnitt weitere 17,5 Jahre, schlechter Gestellte 14,6 Jahre. Pensionäre haben mit 65 eine durchschnittliche Lebenserwartung von 17,8 Jahren. Sie variiert zwischen 15,8 Jahren bei pensionierten Beamten im einfachen Dienst und 19,6 Jahren bei Beamten des höheren Dienstes. Die Forscher führen die soziale Ungleichheit bei der Lebenserwartung, die auch in anderen Ländern beobachtet wird, auf verschiedene Ursachen zurück. So arbeiteten Beschäftigte mit höherem Einkommen eher in Berufen mit geringerer körperlicher Belastung und hätten seltener mit existenziellen wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Grundsätzlich wirke sich ein planbarer Lebensverlauf ohne chronische Sorgen um Arbeitsplatz und die nächste Miete gesundheitsförderlich aus, stellten die Wissenschaftler fest.
Beispielsweise setzten sich Menschen, «deren Lebensstandard dauerhaft gesichert ist, eher mit einer gesunden Lebensführung auseinander und nutzen Weiter- und Bildungsangebote stärker als Personen, deren vordringlichstes Problem etwa drohende Arbeitslosigkeit oder die Zahlung der nächsten Miete ist», schreiben die Wissenschaftler.