Studie der Bertelsmann Stiftung: 

netzeitung.deMänner fordern mehr Unterstützung für Elternzeit

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Auch Väter wollen sich um ihre Kinder kümmern (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Auch Väter wollen sich um ihre Kinder kümmern
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Unternehmen sollen Eltern mit flexibler Dauer und Verteilung der Arbeitszeit bei der Kinder-Betreuung helfen. So denken fast alle Befragten einer Studie. Viele sehen besonders Nachteile für Väter.

Für Männer ist der vorübergehende Ausstieg aus dem Beruf für eine Elternzeit oft schwieriger als für Frauen. Das geht aus einer Studie der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft (EAF) in Berlin im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh hervor. Von Männern wird laut der Studie noch stärker bedingungslose Einsatzbereitschaft erwartet. So berichteten die männlichen Befragten von zahlreichen Widerständen und von Unverständnis, auf das sie in ihrer Firma trafen.

98 Prozent der Befragten seien der Ansicht, Unternehmen sollten ihnen mit flexibler Dauer und Verteilung der Arbeitszeit helfen, teilte die Bertelsmann Stiftung am Mittwoch in Berlin mit. 91 Prozent wünschten Unterstützung vor allem für Väter. Für die Studie «Kinder und Karrieren: die neuen Paare» hatte die Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft im Auftrag der Stiftung rund 1200 Menschen befragt.

Nur ein Drittel der Befragten ist der Ansicht, dass das eigene Unternehmen Väter bei der Wahrnehmung von Familienpflichten unterstützt. Und nur 13 Prozent glauben, dass Unternehmen bei Männern gleichermaßen wie bei Frauen mit familiären Auszeiten rechnen.

76 Prozent der Befragten wollten eine gleiche Rollenverteilung in der Familie und hätten sich daher für das Modell «Doppelkarrierepaar» entschieden. Beide seien damit sowohl in der beruflichen als auch der familiären Welt zu Hause - dies führt laut der Studie zu mehr Zufriedenheit. Größte Herausforderung sei die Kinderbetreuung. 56 Prozent der Mütter und 47 Prozent der Väter wünschten sich mehr Zeit für die Familie. Zwei Drittel der Befragten setzten sich für mehr Familienfreundlichkeit ein. (dpa)