Angehende Maschinen- und Anlagenführer machen eine duale Ausbildung: In der Berufsschule erlernen sie in zwei Jahren die Theorie für die Arbeit. Auf dem Stundenplan stehen unter anderem Steuerungs-, Regel- und Fertigungstechnik oder das Warten von Anlagen. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf der Praxis im Betrieb. Schon während der Lehre herrscht dort mitunter Zeitdruck. Azubis sollten sich auch daran gewöhnen, dass größere Anlagen manchmal nur über Leitern erreichbar sind. «Nach der Abschlussprüfung starten die Facharbeiter ins Berufsleben oder wählen einen aufbauenden Ausbildungsberuf», erklärt Räß. Im dritten - fakultativen - Lehrjahr lernen die künftigen Maschinen- und Anlagenführer dann Spezialwissen der gewählten Branche wie Textiltechnik oder -veredelung, Lebensmitteltechnik oder Druckweiterverarbeitung. Die zwei Lehrjahre davor werden angerechnet. «Für Jugendliche, die spät die Kurve kriegen, ist das ideal.»
«Die Betriebe bilden zunehmend aus, weil sie die Leute brauchen», erklärt Räß. Die Chancen auf eine Übernahme nach der Lehre seien daher sehr gut. Der Bedarf wachse schon aus demografischen Gründen. Je nach Bundesland bringt nach Angaben des Bundesinstitutes für Berufsbildung (BIBB) in Bonn ein Maschinen- und Anlagenführer laut Tarif zwischen 2000 und 2200 Euro brutto im Monat nach Hause. (Katlen Trautmann, dpa)