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Eisprung, Trinkgelder und Rosenquarz
08. Nov 2008 10:10
 |  Beyonce beim Lap Dance | Foto: ap |
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Den Unterschied zwischen Lab-Dance und Lap-Dance, MacGuyver und die Gemeinsamkeiten von Hoffenheim und Bayern München, verlinkt das
Wochenendwissen.
Georg Hoffmann ist Physiker, schaut aber regelmäßig über den Tellerrand. So beschäftigt er sich diesmal in Primaklima mit der
Auswirkung des Eispungs
auf die Trinkgelder von «Lab Dancern». Der aufmerksame Leser Ullrich wirft daraufhin die berechtigte Frage auf, ob die Damen denn
im Labor vorgetanzt
haben.
Die durchaus
seriöse Studie
wurde an der Universität von Albuquerque erstellt. Das Ergebnis ist erstaunlich, während Zeit des Eissprungs verdienten die Frauen fast doppelt soviel Geld. Oder wie Hoffmann formuliert, «Der pekuniäre Unterschied ist brutal.» Abschließend stellt er sich mit einem Augenzwinkern noch die Frage nach seiner möglicherweise falschen Berufswahl.
Hoffenheim, Bayern und die Tabelle
Metin Tolan hat einen Lehrstuhl für Experimentelle Physik an der Universität Dortmund inne und widmet sich dort der Material- und Grundlagenforschung. In den
Wissenslogs
geht er der Frage nach, ob und wie die Einwohnerzahl eines Ortes mit dem Tabellenplatz in der Bundesliga zusammenhängt.
Am Rande bemerkt Tolan, dass es doch «sehr verblüffend zu beobachten (ist), wie ganz Dortmund einem sog. 'Lokalderby' entgegenfiebert, bei dem elf Nicht-Dortmunder gegen elf Nicht-Gelsenkirchner nichts anderes als Fußball spielen.»
In England gibt es eine Bevölkerungsgrenze, ab der Fußballvereine deutlich erfolgreicher sind: 300.000 Einwohner. In Deutschland greift dieser Effekt so nicht. Das alles wird sehr präzise beschrieben.
Der Eintrag findet dann ein versöhnliches Ende: «Diese Erkenntnis ist zwar nicht besonders tiefsinnig, aber die
obige Graphik
zeigt diese Tendenz eigentlich doch sehr schön» – Es lebe die schöne Grafik!
«Wohlfühlen im Büro» mit Feng Shui
Bereits zu Beginn des Jahres hat die Bundesanstalt für Arbeitsmedizin den Ratgeber «Wohlfühlen im Büro» herausgegeben. Darin wird auch ausführlich auf das Thema Feng Shui eingegangen. Christian Reinboth fasst in den
Scienceblogs
die Perlen des Ratgebers zusammen.
Wolfgang Flamme hat Empfehlung der Bundesanstalt alle scharfen Kanten aus seinem Büro entfernt. Statt mit spitzem Schreibgerät macht er seine Notizen jetzt mit Rosenquarz. Flamme hat bei den Verantwortlichen nachgefragt und prompt Antwort erhalten.
Die
Bundesanstalt schreibt,
«der Schlenker in die etwas 'abseitigen' Bereiche der Arbeitsplatzgestaltung richtet sich auch an den Teil der Erwerbsbevölkerung, der wissenschaftlichen Erklärungen eher skeptisch gegenüber steht.»
Daraufhin
merkt Florian an,
dass eventuell auch eine Broschüre für Neonazis mit dem Titel «Der Führer befiehlt: Räum dein Büro auf!» sinnvoll wäre.
«Lieber MacGuyver als Feuchtgebiete»
Diese Überschrift hat mich sofort in ihren Bann gezogen: «Lieber MacGuyver als Feuchtgebiete.» Wer oder was mag sich dahinter verbergen? Es ist Janette Kothe, die Sprecherin von
Youngnet,
der Studentengruppe des VDE. Sie studiert Mechatronik im siebten Semester und ihr «Steckenpferd» ist die Sensortechnik. Jessica Riccò stellt sie uns in den
Scienceblogs
vor. Laut Riccò besticht Kothe mit «ihrer klaren wie schlagfertigen Sprache.»
Frau Kothe, wollte eigentlich einen künstlerischen Beruf erlernen, «aber das war mir bald viel zu abgefahren. Damit kann man ja meistens kein Geld verdienen und überhaupt ist das Feld sehr unsicher. Mir fehlen dort auch feste Regeln.» Eine schöne Kostprobe klarer und schlagfertiger Sprache.
Der Blogeintrag endet mit einem weiteren Zitat Kothes: «Angus MacGyver ist doch der Prototyp des abenteuerlichen, coolen Ingenieurs - davon müsste es mehr geben!»
Dito!+++ Netzsplitter
Freunde der Nischenwissenschaft, das ist nichts für schwache Nerven: Stadtarchivar Hartmut Nolte hat
einen Artikel
zur Geschichte der Heiligenhauser Hausnummern verfasst.
Aus den Augen, aus dem Sinn
Martinhicklin breitet auf dem auf dem
Sciencesofa
eine
Meldung der Esa
aus. Danach soll ein Exemplar der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte auf die Weltraumstation ISS gebracht werden. Das Schicksal des Dokuments scheint aber eher fragwürdig. «Dort wird es im multidisziplinären Esa-Weltraumlabor Columbus langfristig in einer Schublade verwahrt.»
Für das Web ediert von Patrick Loewenstein