Was geht-Die Fantastischen Vier
23.08.2001
Herausgeber: netzeitung.de
«Der hat echt unser Leben der letzten zehn Jahre in 80 Minuten zusammengefasst», meint Bandmitglied Smudo alias Michael B. Schmidt. Zimmermann hat die Band, die deutschen HipHop hör- und chartfähig gemacht hat, fast zwei Jahre lang mit der Kamera begleitet. Er verfolgte nicht nur die Entstehung des Albums «4:99» sowie die dazugehörige Tournee.
Sein Blick galt auch dem Leben der vier Musiker Smudo, Thomas D., Hausmarke und And.Y, die als Freunde starteten und mittlerweile so etwas wie eine Familie sind. Damit ist der Streifen mehr als ein Musikfilm für Fans. «Es ist ein Film für grundsätzlich jeden, der interessiert ist an der Frage, was eine Band ausmacht», meint Smudo. «Es ist eine waschechte, ernste, interessante und unterhaltsame Musik-Doku» - sogar mit nackten Tatsachen unter der Gemeinschaftsdusche.
Smudos Eltern, die beim Anschauen alter Super-8- Kinderfilme rührselig werden oder auch Thomas D. beim Rodeo-Ritt auf seinem Hausschwein. Mit ihrem Sprung auf die Kinoleinwand, der zunächst nur als Ausflug ins TV gedacht war, haben sich die vier Rapper aus Stuttgart ein mediales Denkmal gesetzt - und somit fast alles erreicht im Showbiz: Mit dem Megahit «Die da» waren sie Anfang der 90er Jahre als Spaßrapper gestartet.
Die Alben «Die 4. Dimension» und «Lauschgift» etablierten sie als ernst zu nehmende HipHopper. Mit ihrem Label Four Music unterstützen sie seit Jahren junge Rap- Talente, und der Auftritt bei «MTV unplugged» ganz ohne Elektronik brachte ihnen Ruhm und Ehre. «Ich halte uns für eine sehr relevante Band, was die deutsche Popmusik angeht», meint Smudo unbescheiden, aber durchaus
zurecht.
Für das Web ediert von Jens Teschke

