26. Apr 2007 13:17
Im Ausland wächst das Interesse am führenden deutschsprachigen Theaterfestival. Deswegen zeigt das Theatertreffen erstmals einzelne Inszenierungen mit englischen Übertiteln.
Für dieses Pilotprojekt habe man «die aktuell politisch brisanten» Inszenierungen «Ulrike Maria Stuart» von Nicolas Stemann sowie «Die schmutzigen Hände» von Andreas Kriegenburg ausgewählt. Die Bühnenfassungen der Texte von Elfriede Jelinek und Jean-Paul Sartre seien «originär». Das Theatertreffen zeigt jährlich die «zehn bemerkenswertesten deutschsprachigen Inszenierungen» der vergangenen Saison. Sie werden in diesem Jahr vom 5. bis 20. Mai in Berlin gezeigt. Begleitend werden zwei Diskussionsrunden ausgetragen, die die öffentlichen Debatten um die RAF und die Reflektion der jüngeren deutschen Geschichte aufgreifen sollen. Auch solle es um neu entstehende Formen des internationalen Kulturaustausches gehen. Am 7. Mai wird über «Freund- und Feindbilder zwischen Ästhetik und Realität» diskutiert werden, teilnehmen werden unter anderem Nicolas Stemann und Andreas Kriegenburg. Unterstützt werden die beiden Regisseure, die sich in ihren eingeladenen Inszenierungen mit der Verantwortung des Einzelnen auseinander setzen, von Ehrhart Körting, Senator des Inneren, und von dem Rechtswissenschaftler Uwe Wesel.
Über Neue Freunde und Formen des Kulturaustausches werden am 13. Mai Mini Caire, Kuratorin des Festivals Internacional Cervantino, die bekannte Theaterwissenschaftlerin Erika Fischer-Lichte, Monika Griefahn MdB, Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion für Kultur und Medien, Dikmen Gürün, Leiterin des Internationalen Theaterfestivals Istanbul und Michael Schindhelm sprechen, der seit kurzem als Culture Director in Dubai tätig ist. Der Eintritt für beide Diskussionen ist frei. (nz)