31. Jan 2008 15:24
«Muhammeds ansigt», «Das Gesicht Mohammeds» – unter diesem Titel hatte eine dänische Zeitung zum Karikaturenwettstreit aufgerufen. Nun sollen die umstrittenen Zeichnungen im Museum ausgestellt werden.
Mohammed mit einer Bombe im Turban, Mohammed als aufsässiger Grundschüler - diese und andere Motive hatten noch Monate nach ihrer Veröffentlichung in weiten Teilen der islamischen Welt für Massenproteste gesorgt, bei denen mehr als 150 Menschen starben und mehrere dänische Botschaftsgebäude gestürmt oder in Brand gesetzt wurden. Im Iran hatten Bäckereien die bisher im Lande beliebten dänischen Kekse in «Rosen von Mohammed» umbenannt.Begründet wurden die Proteste mit der Verletzung des im Islam geltenden Abbildungsverbotes für den Propheten Mohammed. «Jyllands-Posten» dagegen erklärte, sie habe prüfen wollen, wie viel Selbstzensur sich dänische Künstler mit Blick auf den Islam auferlegen würden. Außerdem müssten sich Muslime, wie alle anderen in der Gesellschaft, daran gewöhnen, «verspottet und lächerlich gemacht zu werden».
Elf der zwölf Originalzeichnungen sollen entweder von der Königlichen Bibliothek oder dem Medienmuseum selbst aufgekauft werden. Die zwölfte wurde schon bei einer Auktion für 15.000 Kronen, etwa 2000 Euro, versteigert. (nz/dpa)