netzeitung.deChina schickt Tonkrieger nach Hamburg

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Die Terrakotta-Armee (Archivbild) (Quelle: Deutsche Presse-Agentur GmbH)

Lupe Die Terrakotta-Armee (Archivbild)
Quelle: Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Gründe, warum die begehrten Ausstellungsexponate nicht rechtzeitig in der Hansestadt eintrafen, sind bis heute unklar. Zeitweise galt der Besuch des Dalai Lama im Kanzleramt als Ursache.

Mit sechs Wochen Verspätung kann das Museum für Völkerkunde in Hamburg nun doch eine Ausstellung mit Originalen der chinesischen Tonkriegerarmee zeigen. Die Transportgenehmigungen für die Terrakotta-Figuren lägen nun vor. «Wir sind sehr erleichtert und freuen uns sehr», sagte Museumsdirektor Wulf Köpke.

Die genauen Gründe, warum die Exponate nicht rechtzeitig zur geplanten Eröffnung am 14. Oktober in der Hansestadt eintrafen, seien aber immer noch «rätselhaft». Dem Museum sei dadurch ein hoher finanzieller Schaden entstanden. Die Schau mit dem Titel «Macht im Tod» soll nun am 25. November öffnen. Bis Ende September 2008 rechnet das Museum mit rund 150.000 Besuchern.

Die Exponate, darunter acht lebensgroße Tonkrieger des ersten chinesischen Kaisers, standen in China fertig verpackt bereit. Es fehlte nur noch der Stempel des Provinzgouverneurs. Vermutungen, die Provinzregierung in Xian verweigerte die Ausfuhrgenehmigung als Reaktion auf den Auftritt des Dalai Lama in Hamburg oder seinen Empfang durch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), bezeichnete China damals als Spekulationen.

Die Terrakotta-Krieger gehören zum Mausoleum des ersten chinesischen Kaisers (259 bis 210 v. Chr.), das den Status des Unesco-Weltkulturerbes hat. Insgesamt 8000 Tonfiguren sollten als Leibgarde den Kaiser auch nach dem Tod beschützen. (dpa)