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Cormac McCarthy erhält Pulitzerpreis

17. Apr 2007 10:18
Cormac McCarthy
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Für seinen Roman «Die Straße» erhält der amerikanische Schriftsteller McCarthy den Pulitzerpreis. Einen neuen Akzent setzte die Jury mit der Vergabe des Musikpreises, denn der ging überraschend an ein nicht-klassisches Werk.

Der amerikanische Schriftsteller Cormac McCarthy ist für seinen packenden Endzeitroman «Die Straße» mit dem begehrten Pulitzerpreis ausgezeichnet worden. Der 73-Jährige erhielt die Ehrung am Montag in New York vom Preiskomitee der Columbia-Universität für seine dichte Schilderung einer Vater-Sohn-Beziehung zuerkannt. Einen neuen Akzent setzte die Jury mit der Vergabe des Musikpreises an den Jazz-Saxofonisten und Komponisten Ornette Coleman. Mit seinem Album «Sound Grammar» wurde erstmals nach mehr als 50 Jahren ein nicht-klassisches Werk ausgezeichnet.

Der mit jeweils 10.000 Euro (rund 7400 Euro) dotierte Pulitzerpreis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen für Journalisten, Schriftsteller und Musiker in den USA. Er wird in insgesamt 21 Kategorien vergeben.

Der Autor und Drehbuchschreiber David Lindsay-Abaire bekam den Preis für sein im vergangenen Jahr in Manhattan uraufgeführtes Bühnenstück «Rabbit Hole», in dem ein Ehepaar am plötzlichen Tod seines Kindes fast zerbricht. Die Journalisten Gene Roberts und Hank Klibanoff wurden für ihre historische Aufarbeitung der Rassenkämpfe in den Südstaaten («The Race Beat») geehrt.

Für ihr Porträt des amerikanischen Sozialreformers Henry Ward Beecher («The Most Famous Man in Amerika») zeichnete die Jury die Yale-Absolventin Debby Applegate aus. Den Poesie-Preis bekam die Dichterin Natasha Trethewey zuerkannt, die als Dozentin für kreatives Schreiben an der Emory Universität in Atlanta arbeitet. Der texanische Journalist Lawrence Wright wurde für sein Sachbuch über die Hintergründe der Terroranschläge vom 11. September ausgezeichnet («The Looming Tower: Al-Qaeda and the Road to 9/11»). Eine besondere Erwähnung für ihr Lebenswerk erhielten der Schriftsteller Ray Bradbury («Fahrenheit 451») und der Jazzmusiker John Coltrane (1926-1967).

Der seit 1917 vergebene Pulitzerpreis ist nach seinem Stifter, dem amerikanischen Journalisten und Verleger Joseph Pulitzer (1847-1911), benannt. Die Übergabe der Auszeichnungen findet am 21. Mai in New York statt. (dpa)

 
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