Streit um Online-Verwertung von Büchern beendet
07. Feb 2007 16:38
 |  Bücher | Foto: dpa |
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Im seit Jahren dauernden Streit um die digitale Verwertung von Büchern haben sich Verlage und Bibliotheken auf eine marktwirtschaftliche Lösung geeinigt.
Bibliotheken sind bereit, für die elektronische Verwertung von Büchern von den Verlagen Lizenzen zu erwerben und marktgerechte Preise zu zahlen. Damit geht ein Streit zuende, der mehrere Jahre gedauert hatte.
Verlage wollen im Gegenzug die Online-Angebote für Bibliotheken ausbauen, so dass für deren Benutzer Werke unabhängig vom Standort des Rechners zugänglich sind. Die von den Verlagen erhobenen Lizenzgebühren sollen vor Gericht auf ihre Angemessenheit überprüft werden können. Dies teilten der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt und der Deutsche Bibliotheksverband (DBV) am Mittwoch gemeinsam mit.
Bildung und Wissenschaft könnten nur dann auf hohem Niveau bleiben, wenn beim Urheberrecht marktwirtschaftliche Anreize mit einem umfassenden Versorgungsangebot der Bibliotheken verbunden seien, sagte Börsenvereins-Vorsteher Gottfried Honnefelder. Die Vorsitzende des Deutschen Bibliotheksverbands, Claudia Lux (Berlin), erklärte, dass die Bibliotheken flexible Rahmenbedingungen beim Thema Information bräuchten.
Die digitale Verwertung von Büchern in der Wissenschaft ist wegen ungelöster urheberrechtlicher Fragen seit langem umstritten. Derzeit berät der Bundestag über eine Novellierung des Urheberrechts. Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) sagte den Verbänden bereits zu, die Vorschläge gründlich zu überprüfen. Schavan hatte die Gespräche zwischen Wissenschaft, Bibliotheken und Verlagen zur Lösung der urheberrechtlichen Fragen unterstützt.(dpa)