Der heute von Schutt überdeckte Kaiserpalast war erst 1999 nach zwei Jahrzehnten Ausgrabungen und Restaurierungen für das Publikum geöffnet worden. Seitdem zählte der Rundgang durch die Räume mit insgesamt 16.000 Quadratmetern Fresken zu den archäologischen Attraktionen Roms. Als sich im Dezember 2005 schwere Sickerwasser-Schäden an den Gemälden mit den berühmten «Grotesken» zeigten, stellten die Behörden den Besucherbetrieb ein.Nero hatte das weitläufige Ensemble von Zimmern, Hallen, Bädern, Tiergehegen und künstlichen Gewässern nach dem Brand Roms im Jahr 64 auf dem Oppius-Hügel errichten lassen. Der Luxus des mit Gold und Elfenbein geschmückten Hauses war in der Antike legendär. (kna)