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Deutsche Oper zeigt «Idomeneo» wieder

27. Okt 2006 13:38
Szene aus Idomeneo
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Mit seiner aktuellen positiven Einschätzung der Sicherheitslage hat das Landeskriminalamt Berlin eine Wiederaufnahme der Oper «Idomeneo» möglich gemacht. Bald soll es Aufführungen geben.

Die Deutsche Oper Berlin plant noch in diesem Jahr zwei Aufführungen der Mozart-Oper «Idomeneo». Damit reagiert die Oper auf eine neue Sicherheitsanalyse von Landes- und Bundeskriminalamt. Das LKA Berlin hatte am Donnerstag Entwarnung gegeben. Die Gefahr islamistischer Angriffe auf die Deutsche Oper wegen einiger Szenen der Neuenfels-Inszenierung sei nicht mehr in einem Maße vorhanden, das eine Absetzung von «Idomeneo» nötig mache. «Eine konkrete Gefährdung der Deutschen Oper oder der Mitwirkenden wird zurzeit nicht gesehen», heißt es in der Analyse.

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Die Senatoren für Inneres und Kultur, Ehrhart Körting und Thomas Flierl, sowie der Generaldirektor der Stiftung Oper, Michael Schindhelm, und die Intendantin Kirsten Harms entschieden sich für die Wiederaufnahme der Oper.

Die Deutsche Oper hatte bereits vor einigen Wochen angekündigt, «Idomeneo» wieder in den Spielplan aufzunehmen. «Der frühstmögliche Zeitpunkt ist Dezember», hatte Opernsprecher Alexander Busche vor drei Wochen gesagt.

Senator Flierl betonte, er sei sehr froh über die geplanten zwei Aufführungen. Er habe in der Diskussion stets betont, «dass die notwendige Selbstverständigung der Berliner Stadtgesellschaft über das hohe Gut der Kunstfreiheit in Zeiten möglicher wie realer terroristischer Bedrohung nur dann glaubhaft, überzeugend und nachhaltig sein wird, wenn sie im Angesicht der Neuenfels Inszenierung stattfindet».

Die Deutsche Oper hatte «Idomeneo» in der umstrittenen Inszenierung von Hans Neuenfels Ende September vom Spielplan genommen. Die Berliner Sicherheitsbehörden hatten zuvor vor möglichen islamistischen Anschlägen gewarnt, denn in der finalen Szene der Inszenierung werden die abgeschlagenen Häupter von Jesus, Buddha, Mohammed und Poseidon gezeigt. (nz)

 
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