26.10.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Deutsche Oper in Berlin
Foto: Deutsche Oper Berlin
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die abgesagte «Idomeneo»-Inszenierung kann aus Sicht der Berliner Polizei an der Deutschen Oper aufgeführt werden. Laut einer neuen Analyse sind Zwischenfälle «eher unwahrscheinlich».
Die Berliner Polizei sieht laut einer neuen Analyse keine konkrete Gefährdung für die Wiederaufnahme der umstrittenen «Idomeneo»-Inszenierung an der Deutschen Oper. Dies sagte ein Sprecher am Donnerstagabend in Berlin. Die Mozart-Oper war nach einer Warnung des LKA aus Furcht vor Anschlägen islamistischer Terroristen aus dem November-Spielplan gestrichen worden. In einer umstrittenen Szene werden die abgeschlagenen Köpfe von Poseidon, Christus, Mohammed und Buddha gezeigt.
Laut einer Pressemitteilung kommt das Landeskriminalamt in Übereinstimmung mit dem Bundeskriminalamt nun zu dem Ergebnis, dass gefährdende Ereignisse im Zusammenhang mit einer Wiederaufführung «eher unwahrscheinlich» sind.
«Eine konkrete Gefährdung der Deutschen Oper oder der Mitwirkenden wird zurzeit nicht gesehen», heißt es wörtlich. Die Entwicklung der Gefährdungslage werde weiterhin fortlaufend beobachtet und analysiert. Mit der Deutschen Oper habe am Donnerstag ein Sicherheitsgespräch stattgefunden. Die Oper hatte erklärt, eine Wiederaufnahme sei frühestens im Dezember möglich; notwendig sei ein Sicherheitskonzept. (nz)