Was sie im Fall der umstrittenen Opern-Inszenierung besonders umtreibe, sei die Aussicht, Opernhäuser womöglich künftig unter Polizeischutz stellen zu müssen. «Ich finde es keine besonders verlockende Vorstellung, bestimmte Operninszenierungen mit Security vor der Haustür zu spielen», sagt Harms im Interview. Allerdings sehe sie momentan keinen Anlass dafür. Ob und in welcher Form Idomeneo in Zukunft wieder an der Berliner Oper gespielt werde, hänge «allerdings von ganz anderen Faktoren» ab. Es stehe als nächstes an, die begonnene Debatte weiter zu führen, nämlich die Frage: «Wollen wir spielen und jetzt erst recht? Welche Risiken gehen wir damit ein? Und welchen Preis wollen wir dafür zahlen?» Das wolle sie nicht mehr alleine beantworten, bekräftigte die Opernintendantin. «Diese Debatte muss auf breiteren Schultern geführt werden und wir kommen auch nicht um sie herum.»
Das vollständige Interview hören Sie in der Sendung «sonntags ab zehn» auf 100,6 Motor FM oder im Internet: www.netzeitung.de/audio.