Das Schreiben seines autobiografischen Romans sei ein schmerzhafter Prozess gewesen, sagte Grass. «Am meisten geschmerzt hat mich rückblickend, dass ich als junger Mann nie Fragen gestellt habe. Das ist das Versagen des Jungen.» Es sei sein «gutes Recht, erst jetzt bekannt zu geben, dass ich gegen meinen Willen einige Wochen lang bei der Waffen-SS war».In der aktuellen «Spiegel»-Ausgabe hat Schirrmacher das Veröffentlichen der Schiller Briefe und das im August publizierte «FAZ»-Interview, in dem Grass erstmals öffentlich über seine in seinem Buch beschriebene Waffen-SS-Mitgliedschaft sprach, verteidigt. Grass wolle von sich ablenken und von der Tatsache, «dass er, der alle maßregelte, selber einer der großen Verschweiger war». (nz)