netzeitung.deSpürhunde sollen «Idomeneo» bewachen

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Mozart-Oper "Idomeneo" (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Mozart-Oper "Idomeneo"
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Die Berliner CDU greift im Streit um die Absetzung des Stücks «Idomeneo» an der Deutschen Oper in Berlin zu ungewöhnlichen Forderungen. Sie will Spürhunde und Metalldetektoren. Auch CSU-Chef Stoiber sprach sich für Polizeischutz aus.

Die Berliner CDU will die Gefahr von Gewalttaten bei einer Wiederaufführung der abgesetzten Morart-Oper «Idomeneo» an der Deutschen Oper Berlin mittels verstärkter Polizeikontrollen inklusive Spürhunden und Metalldetektoren verringern.

Es gebe viele geeignete Möglichkeiten, die Sicherheit der Opernbesucher und -mitarbeiter zu erhöhen, sagte der innenpolitische Fraktionssprecher Frank Henkel am Donnerstag. Innensenator Erhart Körting (SPD) müsse ein Sicherheitskonzept vorlegen, das eine gefahrlose Aufführung der Oper ermögliche.

Die Deutsche Oper hatte eine moderne Inszenierung des Mozart-Werkes abgesetzt, weil die Polizei vor islamistischen Störungen warnte. Im Epilog der Aufführung präsentiert die Hauptfigur die abgeschlagenen Köpfe von Poseidon, Jesus, Buddha und des islamischen Propheten Mohammed.

Opern-Intendantin Kirsten Harms hatte Köring vorgeworfen, ihr zwar die Warnung mitgeteilt zu haben, sie danach aber mit der Entscheidung allein gelassen zu haben. Körting gab inzwischen einen Fehler zu. Er gestand am Donnerstag ein, dass es vor der Entscheidung über die Absetzung keine ausführlichen Gespräche zwischen den Verantwortlichen gegeben habe.

Stoiber für Polizeischutz
Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) unterstützt die Pläne einer Oper unter Polizeischutz. «Statt einzuknicken hätten Polizeikräfte von vornherein die Berliner Oper schützen müssen», zitiert ihn ein Sprecher. Wenn die Freiheit bedroht sei, «braucht sie notfalls auch die Bereitschaft zur Verteidigung und Auseinandersetzung.»

Die Berliner Polizei machte deutlich, dass sie für den Fall einer Wiederaufnahme der Mozart-Oper bereit sei, die Veranstaltung zu schützen. «Falls die Deutsche Oper das Stück wieder ins Programm nimmt, müssen wir die Lage neu bewerten, auch im Hinblick auf den Wirbel, den der Fall in den Medien ausgelöst hat», sagte Polizeisprecher Bernhard Schodrowski am Donnerstag. (nz)