26. Sep 2006 15:40
Die Berliner Opern-Intendantin Harms hat ihre Entscheidung, eine Mozart-Inszenierung abzusetzen, verteidigt. Sie berief sich dabei auf Sicherheitsweise von Innensenator Körting.
«Sie allein sei befugt, Entscheidungen über den Spielplan zu treffen», verteidigte Harms ihre Entscheidung, die Oper «Idomeneo» abzusetzen, in deren Epilog der König von Kreta aus einem blutverschmierten Sack die abgeschlagenen Köpfe unter anderem von Jesus und Mohammed hervorzieht und triumphierend zeigt. Niemand habe sie unter Druck gesetzt.Die Absetzung sei eine schwere Entscheidung zwischen Kunstfreiheit und Sicherheit gewesen, bekannte Harms. Wer es wage, die Oper angesichts der Warnung dennoch zu zeigen, der solle dies auch deutlich sagen. Eine Vielzahl an Mitarbeitern habe ihr per Unterschrift ihre Unterstützung versichert, sagte Harms. (nz)