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Libeskind: Terror verändert die Architektur

08. Sep 2006 15:47
Daniel Libeskind
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Für Stararchitekt Libeskind hat der 11. September starken Einfluss auf die Architektur gehabt. Dennoch werde in Manhattan keine Festung gebaut, sagt der Mann, der den «Freedom Tower» entworfen hat.

Die Terroranschläge vom 11. September 2001 haben nach Ansicht von Daniel Libeskind die Architektur weltweit grundsätzlich verändert. Der amerikanische Architekt, dessen Entwurf für den Neubau an der Stelle des zerstörten World Trade Centers ausgewählt worden war, sagte dem Online-Dienst der Deutschen Welle: «Ground Zero und der Wiederaufbau des World Trade Centers in New York haben einen riesigen Einfluss darauf, dass die Menschen ihre Umwelt jetzt anders betrachten – und zwar überall auf der Welt, nicht nur in New York.»

Ende April begannen die Bauarbeiten für den Freedom Tower in New York. Libeskind sagte, das Herz von New York werde wieder aufgebaut. «Der Druck ist unglaublich groß, denn es geht nicht nur um ein paar Gebäude und zu bebauende weite Flächen. Man muss die Tragödie und die Spiritualität dieses Ortes in Einklang bringen, eine Stadt kreieren, die auf die Anschläge auf kreative und kulturelle Art reagiert.»

Bauen für die offene Stadt

Beim Wiederaufbau stünden Aspekte der Sicherheit im Vordergrund: «Ich denke, die neueste Technologie ist nötig. Auf jeden Fall bauen wir keine Festung in einer offenen, demokratischen Stadt.» Libeskind hatte die Terroranschläge vor fünf Jahren in seiner Wahlheimat Berlin verfolgt.

Es war der erste Tag, an dem das Jüdische Museum in Berlin für die Öffentlichkeit zugänglich war, das Libeskind gebaut hatte. «Nach den ersten TV-Bildern aus New York machte sich plötzlich eine neue Dunkelheit um mich herum breit. Und ich beschloss, nach Lower Manhattan zurück zu gehen», sagte der 60-Jährige. (nz)

 
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