netzeitung.deKultur als «Edelstein des Bundesetats»

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Wolfgang Börnsen (Quelle: Deutsche Presse-Agentur GmbH)

Lupe Wolfgang Börnsen
Quelle: Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dass der Kulturetat des Bundes erhöht worden ist, hält Wolfgang Börnsen (CDU) für eine «Meisterleistung». Er sagte auch, warum Kultur so wichtig ist für das Land.

Die Kulturförderung des Bundes ist nach Ansicht der Unionsfraktion im Bundestag der «Edelstein des Bundesetats».

Dass Bundesregierung und Parlament den Kulturetat als einzigen Posten aufgestockt hätten, sei «nicht nur ein Meisterstück von Staatsminister Bernd Neumann, sondern zeigt den Stellenwert, den die große Koalition der Kulturförderung beimisst», betonte der kultur- und medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Börnsen, am Montag. Neumanns Haushalt steigt nach Angaben seines Büros um 2,1 Prozent auf 1,067 Milliarden Euro.

Kultur ist keine Dekoration
Deutschland habe eine der vitalsten Kulturszenen der Welt, meinte Börnsen. «In der Musik, der bildenden Kunst, der Literatur, in Film und Fernsehen präsentiert sich unser Land als Spitzennation. Und die Angebote werden begeistert angenommen: Jährlich besuchen mehr als 35 Millionen Menschen die Konzerte, erfreuen sich über 100 Millionen Besucher an unseren Museen. Sieben Millionen Menschen sind ehrenamtlich in der Kultur tätig.»

Kultur sei aber nicht «Dekoration oder Erbauung», vielmehr schaffe sie auch Arbeitsplätze und sei eine beispielhafte Wachstumsbranche, in der fast 800.000 Menschen arbeiteten, so Börnsen. Innerhalb der letzten zehn Jahre sei die Anzahl der Kulturschaffenden in Deutschland um 31 Prozent gestiegen.

Stellenwert von Kultur stärken
Kulturförderung müsse allerdings auch in die Breite gehen und flächendeckend im Zusammenspiel von Bund, Ländern und Kommunen gewährleistet sein, betonte er. «Sie ist Salz und Zucker in der Demokratie. Wir alle müssen daran arbeiten, dass dieser Stellenwert von Kultur noch deutlicher wird, auch in den Medien, bei denen in den Abendnachrichten Berichte über Kultur noch nicht selbstverständlich an einer vorderen Stelle stehen.» (nz)