netzeitung.deBilder der «Neuen Leipziger Schule» in Berlin

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Matthias Weischers Gemälde 'Revue' (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Matthias Weischers Gemälde 'Revue'
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Matthias Weischer gilt als neuer Liebling der internationalen Kunstszene. Kenner kommen von weither, um seine Bilder zu ersteigern. Nun stellt der 32-jährige in Berlin aus.

Einer der erfolgreichsten jungen Maler Deutschlands stellt ab Samstag in Berlin aus. Matthias Weischer ist 32. Und noch lange nicht angekommen. «Ich habe noch nicht das Gefühl, dass ich dort bin, wo ich hin möchte», sagt der Künstler. Bis zum 13. Mai sind seine Bilder in der Galerie «Eigen + Art» zu sehen.

Im Mentorenprogramm bei David Hockney
Weischer gilt als neuer Liebling der internationalen Kunstszene. Er stellte unter anderem bereits in London, Miami und Korea aus. 2005 erhielt er den mit 10.000-Euro dotierten Kunstpreis der «Leipziger Volkszeitung». Dank eines Meisterschüler-Programms ist der englische Künstler David Hockney sein Mentor.

Weischers typische Motive sind Räume. Er malt Interieurs, die es so nicht gibt. Seine Kompositionen sind meist menschenleer. In den in Berlin ausgestellten Werken ist bereits etwas von dem Plan des Malers zu erkennen, farbiger zu werden. Bisher wurden fein abgestufte Beige-Töne und Erdfarben zu seinem Markenzeichen erklärt. Er spricht selbst von seiner «braunen Phase».

Man nennt den 33-Jährigen fast immer im Zusammenhang mit der «Neuen Leipziger Schule». Eine Markenbezeichnung, die in den letzten Jahren in der Szene für Furore und auf dem Markt für hohe Preise sorgte. Gemeinhin wird das Label jungen Künstlern aufgedrückt, die einige wenige Gemeinsamkeiten verbinden. Sie sind Absolventen der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst. Sie malen. Ihre Kunst ist in irgendeinem Sinne gegenständlich. Und sie haben weltweit Erfolg damit.

Einen Weischer für bis zu 300.000 Euro
Laut Galerist Gerd Harry Lübke bezahlt man für einen Weischer zwischen 14.000 und 80.000 Euro, auf Auktionen auch mal bis zu 300.000 Euro. Lübke steht hinter der Galerie Eigen + Art, in der Weischers Bilder nun in Berlin zu sehen sind. Der Mann, der den Sprung vom Aktmodell an der Leipziger Kunsthochschule zum international erfolgreichen Galeristen schaffte, gilt als maßgeblich beteiligt am kommerziellen Erfolg der sächsischen Künstler.

Er handelt auch für Neo Rauch, den populärsten unter den Leipziger Malern. Rauchs Bilder erzielen seit Jahren Höchstpreise. Matthias Weischer, der über zehn Jahre jünger ist, wurde von Kritikern bereits als «neuer Neo Rauch» bezeichnet.


Für das Web ediert von Luise Strothmann