netzeitung.deDeutschlands erste «Kunstklappe» eröffnet

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Kunstklappe (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Kunstklappe
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

In Köln können Kunstdiebe jetzt unauffällig gestohlenes Kulturgut zurückgeben. Sie müssen es nur in eine eigens aufgestellte Klappe werfen.

Kunsträuber mit schlechtem Gewissen haben es in Köln künftig leicht. Im Bezirk Südstadt hat am Freitagabend eine «Kunstklappe» eröffnet, die gestohlene Kunstobjekte aufnimmt.

Die von zwei Wiener Künstlern erdachte «Kunstklappe» gebe es bereits seit längerem in der österreichischen Hauptstadt, sagte Ulli Seegers vom Art Loss Register, das weltweit nach gestohlener Kunst fahndet.

Einwurf nach Briefkastenprinzip
Die «Kunstklappe» ist eine auffallend gelb gestrichene Stahlklappe im Nebenhaus der Galerie «Kunstraum 21». Dort können nach dem Briefkastenprinzip die Kunstwerke anonym eingeworfen werden.

Die Idee dazu war den beiden Künstlern Moussa Kone und Erwin Uhrmann nach dem Raub der «Saliera», eines unlängst wiedergefundenen Renaissance-Kunstwerkes, aus einem Wiener Museum gekommen.

Seit Herbst 2004 sind in die Wiener Klappe etwa 40 echte und falsche Stücke eingeworfen worden, sagten die Künstler. Diese oft kuriosen Objekte werden vom 14. Februar an auf der Kölner Museumsmesse Exponatec vorgestellt. (nz)