Mit Mozart auf den Olymp
Noch hat das Mozart-Jahr nicht begonnen, doch die Wiener Philharmoniker haben es sich nicht nehmen lassen, die offiziellen Feiern in Berlin schon früher zu beginnen. Zumal sie ein Stück Heimat im Gepäck hatten: Strahlender Höhepunkt ihres Sonderkonzerts am Sonntagabend in der Berliner Philharmonie war die «Jupiter-Sinfonie», die Mozart im Sommer 1788 als letzte seiner Sinfonien in Wien komponiert hatte. Am Pult stand der Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper München, Zubin Mehta.
Stampfende, hämmernde Rhythmen und starke Kontraste: Der eigentlich für den Schluss des Abends geplante Schockeffekt wurde vorweg genommen. Die Philharmoniker, von Mehta mit knappen, wenn auch manchmal zu sparsamen Gesten geleitet, überzeugten als Orchester von Weltrang, wobei die Bläser ganz besonders beeindruckten.
Ein göttliches Finale boten die Wiener Philharmoniker mit der Jupiter-Sinfonie Nr. 41 (KV 551), deren mitreißender Schlusssatz (Molto allegro) viele Zuhörer noch auf dem Nachhauseweg begleitet haben dürfte.

