Mozart und Freud mit verdrehten Augen
Auf unterschiedliche Weise beziehen sich Intendant Luc Bondy, Schauspieldirektorin Marie Zimmermann und Musikchef Stéphane Lissner auf den 250. Geburtstag Wolfgang Amadeus Mozarts, aber auch auf Sigmund Freud, der vor 150 Jahren geboren wurde.
Insgesamt sind von 12. Mai bis 18. Juni in 165 Vorstellungen 32 Produktionen zu sehen. Im Zentrum des Musikprogrammes steht eine Uraufführung der österreichischen Komponistin Olga Neuwirth. Die Inszenierung unter dem Titel «Der Don Giovanni-Komplex» vereint eine Komponistin, einen Schauspieler und einen Sänger, die sich über die Entwicklung der zeitgenössischen Kunst auseinander setzen.
Ein weiterer Höhepunkt ist die Neuinszenierung von Henry Purcells «Dido and Aeneas» von Deborah Warner. Als zentrale Stücke im Schauspielprogramm präsentierte Zimmermann Luc Bondys deutschsprachige Erstaufführung von Jon Fosses «Schlaf» sowie das Gastspiel von Botho Strauß' neuem Stück «Viol - Schändung» des Pariser Odéon-Theaters, das ebenfalls von Bondy inszeniert wird.
Darunter sind ein Abend mit Liebesliedern an unterschiedlichen Orten der Wiener Rotlichtmeile am Gürtel und ein Projekt an Sportplätzen, die vor allem von jungen Ausländern frequentiert werden. (nz)

