Rauch gegen «Verluderung»
Wie sein inzwischen emeritierter Lehrer Arno Rink, dessen Assistent Rauch von 1993 bis 1998 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst war, wolle er künftig einen «substanziellen und konservativen Unterricht betreiben». Seine rund 40 Studenten sollten von ihm «eine Art Dienerschaft und Assistenz erfahren», sagte Rauch. So wolle er der «Verluderung der Qualitätskriterien und den Begehrlichkeiten des Marktes» entgegenwirken.
Er selbst habe erst als Meisterschüler von Bernhard Heisig 1986 sein erstes Bild verkauft und dafür rund 500 DDR-Mark erhalten. Heute ist Rauch einer der weltweit erfolgreichsten figürlichen Maler.
Dennoch werde er auch künftig einen Großteil seiner Zeit in seinem «Elfenbeinturm» verbringen, wie er sein Atelier im ehemaligen Industriestadtteil Plagwitz nennt. Auf seinen Bildern lässt Rauch oft Figuren durch eine karge Welt schweben. Er kombiniert alltägliche Motive und Bilder aus dem sozialistischen Alltag mit scheinbar widersprüchlichen Utensilien. (nz)

