«Ehrenerklärung» für Irving: Giordano kritisiert Hochhuth
Hochhuth sei «eine der größten Enttäuschungen der letzten 60 Jahre», heißt es in einem am Donnerstag verbreiteten Brief Giordanos an den Autor. «Es gibt keinen Akt des Nachtretens, der den Ermordeten im Deutschland nach 1945 erspart geblieben wäre». Mit seiner «Ehrenerklärung» für Irving nähere sich Hochhuth nun den Nachtretern an.
Giordano wirft Irving in seinem Schreiben vor, den Massenmord an den Juden «auf das widerwärtigste geleugnet» zu haben. «Wenn die Wannseekonferenz vom 20. Januar 1942, Tag des Beschlusses der »Endlösung der Judenfrage«, und Heinrich Himmlers akustisch dokumentiertes Bekenntnis zum Holocaust in Posen von 1943 doch den Fantasien eines Science-Fiction-Autors entsprungen wären!« heißt es weiter in dem Brief.
Zuvor hatte bereits der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, Hochhuth wegen seiner Position zu Irving kritisiert. (nz)

