netzeitung.deDas «letzte Hitlertagebuch» wird versteigert

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Konrad Kujau (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Konrad Kujau
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

In Berlin wird am Freitag ein von Konrad Kujau gefälschtes Hitlertagebuch versteigert. Das «wirklich letzte», heißt es.

1983 sorgte Konrad Kujau für die größte Panne im deutschen Nachkriegsjournalismus, als die Zeitschrift «Stern» seine gefälschten Hitlertagebücher im Glauben, dass sie authentisch seien, veröffentlichte. 4,8 Millionen Euro hatte der im Jahr 2000 verstorbene Kujau für die angeblichen Aufzeichnungen Hitlers bekommen. Am Freitag wird in Berlin zum zweiten Mal ein Buch aus der Reihe versteigert.

Wie die Zeitung «Die Welt» berichtet, war bereits 1992 ein unvollendetes Stück aus Kujaus Werkstatt für 50.000 Mark unter den Hammer gekommen. Das «wirklich allerletzte» Hitler-Tagebuch, das das Buchauktionshaus Jeschke, Greve & Hauff nun anbietet, habe einen Schätzpreis von 7000 Euro.

Woher die Kladde stamme, erfahre man nicht, so der Bericht. Allerdings heißt es, dass es die Witwe eines Berliner Kujau-Freundes gewesen sein, dem der Fälscher einst eine Freude machen wollte. Eine Untersuchung habe ergeben, dass der letzte Band - für die zwei Wochen vom 15. bis 30. April 1945 - erst Jahre nach dem Skandal entstanden ist. Der Fälscher habe sich keine große Mühe mehr gegeben, die einst erdachte Legende aufrecht zu erhalten.

Laut dem Angebotstext des Auktionshauses «wurde [das Buch]von uns genauestens geprüft; im Verhältnis zur Geschichte der Menschheit kann es zumindest als recht zeitnah bezeichnet werden». (nz)