netzeitung.deForsythe erhält Deutschen Tanzpreis

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William Forsythe (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe William Forsythe
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der Choreograf William Forsythe ist mit dem Deutschen Tanzpreis ausgezeichnet worden. Trotz der Ehrung wird seine Frankfurter Compagnie zum Jahresende aufgelöst.

Der Frankfurter Ballettchef William Forsythe ist am Samstagabend in Essen mit dem Deutschen Tanzpreis 2004 geehrt worden. Der 54-Jährige, der in New York geboren wurde, gilt als innovativer Rebell unter den Choreografen, der das zeitgenössische Ballett seit Jahrzehnten mitprägt.

Forsythe erhalte den Tanzpreis in Anerkennung seiner herausragenden Verdienste um den künstlerischen Tanz, sagte der Präsident des Deutschen Bühnenvereins, Klaus Zehelein, in seiner Laudatio. Frühere Preisträger der seit 1983 vergebenen Auszeichnung waren unter anderem Pina Bausch, Hans Werner Henze und Gregor Seyffert.
Erste eigene Inszenierung 1976
Ausgebildet wurde Forsythe an der Joffrey Ballet School in New York. Seine Karriere in Deutschland startete er vor rund 30 Jahren am Stuttgarter Ballett. 1976 schuf er seine erste eigene Choreografie «Urlicht».

Damit habe Forsythe den Weg zu einem äußerst unkonventionellen choreografischen Lebenswerk beschritten, hieß es bei der Preisverleihung im Alto-Theater der Revierstadt. Die Auszeichnung wird vom Deutschen Berufsverband für Tanzpädagogik vergeben.

Kleinere Compagnie soll weitertanzen
Trotz der Ehrung scheidet Forsythe zum Ende der laufenden Spielzeit aus den Diensten der Stadt Frankfurt am Main aus: Die Stadt schafft das Ballett als eigene Sparte aus Kostengründen ab.

Er wird jedoch mit einer verkleinerten Truppe in eigener Regie weitermachen, die regelmäßig in Dresden und Frankfurt am Main auftreten will. An der Finanzierung werden sich beide Städte sowie die Landesregierungen von Hessen und Sachsen beteiligen. (nz)