Wasserbecken sollen an 11. September erinnern
Die beiden großen Bassins, so sieht es der Entwurf «Reflecting Absence» des Architekten Michael Arad und des Landschaftsplaners Peter Walker vor, sollen die «Fußabdrücke» der zerstörten Zwillingstürme des WTC darstellen. Symbolisiert werden solle der «unermessliche Verlust» durch die Anschläge, begründete der Präsident der Jury, Vartan Gregorian, die Entscheidung.
Hinterbliebene von Opfern der Anschläge kritisierten die Entscheidung. Die Gestaltung könne das Grauen nicht vermitteln. «Das ist Minimalismus, aber man kann die Bedeutung und das ungeheure Ausmaß des 11. Septembers nicht minimalisieren», sagte Anthony Gardner, der bei den Anschlägen seinen Bruder verlor. Er bezeichnete den Entwurf als inakzeptabel. Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg verteidigte die Entscheidung der Jury. «Man kann es nicht allen recht machen», sagte er.
Die Gedenkstätte soll an alle Menschen erinnern, die am 11. September 2001 dem Terror zum Opfer fielen, auch an die in Washington und in Pennsylvania Getöteten. Der Freedom Tower wurde von Daniel Libeskind entworfen. Gekrönt werden soll der spiralförmige Turm von einer 83 Meter hohen Spitze, die an die Freiheitsstatue erinnern soll. Daneben sind am Ground Zero vier weitere Gebäude geplant. (nz)

