Region Mittleres Kinzigtal: 

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Der Zuspruch scheint auch in der dritten Auflage in Hausach ungebrochen: »Huse jazzt« versprühte am Samstagabend beste Stimmung im winterkühlen Kinzigtal.

In der »Eiche« etwa, wo Scheyne Meydlach und Helmut Neerfeld gastierten, ließ sich die Tür vor lauter Besucher zwischenzeitlich fast nicht mehr bewegen. Eher gediegen ging es im »Hechtsberg« mit den Pickpockets zu: Die gekonnten Wechsel zwischen Balladen, Groove und Funk passten perfekt in die Atmosphäre des Landhauses. Und als die vier Musiker sich eine kleine Pause gönnten ­ da ging¹s eben weiter in die nächste Wirtschaft, genug Auswahl war vorhanden. Im Bistro der Schwarzwald-Modell-Bahn spielten mit dem Lubos-Holub-Ensemble und der RWG Bigband zwei Formationen, die unterschiedlicher nicht hätten sein können.

Aber das ist der Reiz an »Huse jazzt«: die große Bandbreite an Stilrichtungen. Das slowakische Lubos-Holub-Ensemble gab mit seiner energiegeladenen Musik dem Festival internationalen Flair. Die jüngsten Interpreten kamen mit der RWG Bigband vom Robert-Gerwig-Gymnasium und den Kaufmännischen Schulen. Mit von der Partie war auch der »älteste Schüler« Friedhelm Bals: Im Vorjahr noch mit »Balsamico Piccolo« auf der Bühne, sprang er jetzt spontan am Keyboard und Piano ein.

Das Papa-Klaus-Quartett brach im »Löwen« auch mal kurzfristig die Regeln und spielte »Buena sera, senorita« ­ einfach, weil¹s so schön ist. Außerdem ist Elvis nicht tot ­ nein, er lebt noch, zumindest seine Musik, die dafür sorgte, dass einige Damen die Tanzfläche bevölkerten und mit einem Twist die Stimmung endgültig zum Kochen brachten. Das Quartett spielte mit jugendlichem Elan, der bei Papa Klaus sogar noch dafür reichte, sich samt Kontrabass für eine kleine Extra-Performance auf den Boden zu schmeißen.

Einmal einlaufen wie im Fußballstadion ­ diesen Wunsch hatten sich die Dixieland-Musiker um Helmut Dold in der »Burgschänke« erfüllt. Zwar hatte bei dem Einzug das Gejohle gefehlt, dafür geizte das Publikum im Anschluss nicht mit Applaus für die Band. Blues gab es im »Triangel« mit Bluesprofile.

Die Truppe hatte die wohl größte Bühne und die rockigste Musik des Abends.
Eine gelungene dritte Auflage von »Huse jazzt« ­ sowohl die Veranstalter von der Gruppe »KulTour« als auch die Besucher zogen eine positive Bilanz. Die Spannung ist groß, was den nahezu unersättlichen Jazzfans im nächsten Jahr serviert wird.