netzeitung.deBayerns Regierung sind Diskotheken zu laut

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Tanzen in einer Diskothek (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Tanzen in einer Diskothek
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Der bayerische Gesundheitsminister Schnappauf will den Lärmpegel in Diskotheken per Gesetz begrenzen lassen. Er warnt vor zunehmender Schwerhörigkeit bei Jugendlichen.

Bayerns Landesregierung hat erneut vor Gesundheitsschäden bei Diskotheken-Besuchern gewarnt. Gesundheitsminister Werner Schnappauf (CSU) will die Musiklautstärke in Discotheken gesetzlich regeln. Der Lärmpegel solle auf 99 Dezibel maximal festgesetzt werden, sagte Schnappauf der «Bild am Sonntag».

«Drei von zehn Menschen unter 24 Jahren hören bereits schlecht», so Schnappauf, «wir brauchen dringend ein Gesetz, um den Lärmpegel in Discos zu begrenzen». Bei der nächsten Gesundheitsministerkonferenz Anfang Juni will Schnappauf dazu ein bundesweites Lärmgrenzengesetz beantragen.

Die Einhaltung des Grenzwerts solle künftig von den Behörden kontrolliert werden, sagte Schnappauf. «Beim Verstoß wird ein Bußgeld verhängt». Auslöser für die Gesetzesinitiative war eine Mess-Studie in 20 bayerischen Discotheken. In 16 davon wurde der von Schnappauf geforderte Grenzwert von 99 Dezibel überschritten.

In einer Discothek lag der Lärmpegel sogar bei 127 Dezibel. «Das ist so laut wie ein Düsenjet im Tiefflug. So etwas muss in Zukunft verboten sein», forderte Schnappauf.

Im Februar hatte der CSU-Politiker Diskotheken wegen schlechter Luftqualität als «Giftküchen» bezeichnet. Das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hatte in Diskos Feinstaubwerte von über 1000 Mikrogramm je Kubikmeter Luft festgestellt. (nz/dpa)