netzeitung.deProminente bekommen Post von Holtzbrinck

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Sitz der Holtzbrinck-Gruppe in Stuttgart (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Sitz der Holtzbrinck-Gruppe in Stuttgart
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In einem Brief an prominente Gegner der Verkaufs des Berliner Verlages rechtfertigt Konzernchef Stefan von Holtzbrinck seine Entscheidung.

Die Unterstützer einer Erklärung des Journalisten-Netzwerks Recherche gegen den Verkauf des Berliner Verlages bekommen laut einem Medienbericht in Kürze Post von der Spitze des Stuttgarter Holtzbrinck-Verlages. Wie die Tageszeitung «Die Welt» schreibt, rechtfertigen Konzernchef Stefan von Holtzbrinck und Geschäftsführer Michael Grabner darin den Verkauf an britisch-amerikanische Finanzinvestoren.

Aus kartellrechtlichen Gründen habe «nur ein kleiner potentieller Käuferkreis» zur Verfügung gestanden. Der interessierte Kölner Verlag DuMont Schauberg habe erst konkret gehandelt, «als infolge der eingetretenen Bindungswirkung der Vertragsabschluss nicht mehr in unseren Händen lag», zitiert «Die Welt» aus dem Schreiben.

Wie die Zeitung weiter berichtet, werde in dem Brief auch auf das Beispiel einer «Zeitungsfusion im Norden des Landes, nach der ca. ein Drittel der Belegschaft, darunter die Hälfte der Redakteure entlassen werden» verwiesen. Gemeint sei damit die «Schweriner Volkszeitung» («SVZ»). Der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag hatte die «SVZ» im Frühjahr dieses Jahres vom Zeitschriftenkonzern Burda übernommen.

Kurz vor der offiziellen Bekanntgabe der Übernahme des Berliner Verlages durch die britische Investmentfirma Mecom und das amerikanische Unternehmen Veronis Suhler Stevenson hatten rund 150 Prominente aus Politik, Kunst und Medien einen Aufruf der Initiative «Netzwerk Recherche» unterzeichnet, mit dem sie vor «Finanzabenteurern» und dem «publizistischen Ruin» der im Berliner Verlag erscheinenden «Berliner Zeitung» warnten. (nz)